Ein Satz, den wir in Erstgesprächen mit fast jeder Nationalität hören, lautet sinngemäß: „Ich habe doch ein Testament, das regelt alles.“ Was viele Eigentümer einer Immobilie in Spanien nicht wissen: Ein völlig gültiges Testament aus dem Heimatland kann in Spanien trotzdem zu einem Ergebnis führen, das nicht dem eigenen Willen entspricht, wenn nicht vorher eine bewusste rechtliche Entscheidung getroffen wurde. Der Grund liegt im spanischen Noterbrecht, der Legítima, das sich fundamental von der Testierfreiheit unterscheidet, die viele Ausländer aus ihrem Heimatland gewohnt sind.
Das spanische Zivilrecht sieht vor, dass ein bestimmter Teil des Nachlasses zwingend den sogenannten Noterben zusteht, in aller Regel den leiblichen und adoptierten Kindern. Nach allgemeinem spanischem Recht (Código Civil) sind das grundsätzlich zwei Drittel des Nachlasses, aufgeteilt in ein Drittel, das strikt zu gleichen Teilen unter den Kindern verteilt werden muss, und ein weiteres Drittel, das zwar ebenfalls den Kindern zusteht, aber ungleich verteilt werden darf. Nur das verbleibende freie Drittel kann der Erblasser völlig frei vergeben, etwa an einen Ehepartner, einen nicht ehelichen Partner oder eine andere Person seiner Wahl.
Der entscheidende Unterschied zum deutschen oder österreichischen Pflichtteil: In Deutschland und Österreich ist der Pflichtteil lediglich ein finanzieller Ausgleichsanspruch gegen die Erben, kein direktes Erbrecht am Nachlass selbst. In Spanien dagegen ist die Legítima ein echtes, dingliches Erbrecht, das nicht durch eine reine Geldzahlung abgelöst werden kann, es sei denn, alle Betroffenen stimmen dem ausdrücklich zu. Das bedeutet in der Praxis: Wer glaubt, seine Kinder mit einer Geldsumme „auszahlen“ und die Immobilie vollständig einer anderen Person hinterlassen zu können, irrt sich, wenn spanisches Erbrecht zur Anwendung kommt.
Seit dem 17. August 2015 gilt EU-weit, mit Ausnahme von Dänemark und Irland, die EU-Erbrechtsverordnung 650/2012, oft Rom IV genannt. Sie erlaubt es jeder Person, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit, ausdrücklich das Recht ihres Heimatlandes für den gesamten Nachlass zu wählen, statt automatisch dem Recht des letzten gewöhnlichen Aufenthalts, in diesem Fall Spanien, zu unterliegen. Diese Rechtswahl muss ausdrücklich in einem notariellen Testament oder Erbvertrag erklärt werden, ein bloßer Verweis auf Bestimmungen des Heimatrechts reicht nach überwiegender Rechtsauffassung nicht zwingend aus, weshalb eine klare, unmissverständliche Formulierung entscheidend ist.
Wichtig zu wissen: Diese Rechtswahlmöglichkeit gilt nicht nur für EU-Bürger. Auch Staatsangehörige von Nicht-EU-Ländern, etwa der Vereinigten Staaten oder des Vereinigten Königreichs, können nach Artikel 22 der Verordnung das Recht ihres Heimatlandes wählen, sofern sie vor einem spanischen Notar ein entsprechendes Testament errichten.
- Deutschland, Österreich: Wer sein Heimatrecht wählt, kann das deutsche oder österreichische Pflichtteilssystem zur Anwendung bringen, bei dem der Pflichtteil ein reiner Geldanspruch bleibt und Ehepartner zudem als gesetzliche Erben eine deutlich stärkere Stellung genießen als im spanischen System, wo der überlebende Ehepartner grundsätzlich nur ein Nutzungsrecht (Usufructo) erhält, kein echtes Eigentumsrecht.
- Frankreich: Für französische Staatsangehörige ändert eine Rechtswahl zugunsten des französischen Rechts weniger, als viele erwarten, denn Frankreich kennt mit der Réserve héréditaire ein dem spanischen System strukturell sehr ähnliches Noterbrecht, ebenfalls mit zwingendem Kindesanteil und begrenzter Testierfreiheit, wenn auch mit anderen genauen Quoten. Französische Eigentümer in Spanien profitieren daher weniger stark von einer Rechtswahl als etwa deutsche oder US-amerikanische Eigentümer.
- Niederlande, Belgien: Auch hier existieren gesetzliche Pflichtteilsrechte für Kinder, allerdings meist mit größerem Gestaltungsspielraum als in Spanien oder Frankreich, sodass sich eine Rechtswahl zugunsten des Heimatrechts in der Praxis häufig lohnt.
- Vereinigte Staaten, Vereinigtes Königreich: In den meisten US-Bundesstaaten sowie im britischen Recht herrscht weitgehende Testierfreiheit, Kinder haben in aller Regel keinen automatischen Pflichtteilsanspruch, wohl aber Ehepartner in vielen US-Bundesstaaten einen sogenannten Elective Share. Für Staatsangehörige dieser Länder kann die Rechtswahl zugunsten des Heimatrechts die spanische Legítima daher vollständig aushebeln, ein erheblicher Unterschied gegenüber der automatisch geltenden spanischen Regelung.
- Ukraine: Auch das ukrainische Zivilrecht kennt ein Pflichtteilsrecht für nahe Angehörige, dessen genaue Ausgestaltung sich jedoch in wichtigen Details vom spanischen System unterscheidet, weshalb auch hier eine bewusste Rechtswahl im spanischen Testament sinnvoll sein kann, um Klarheit über das anzuwendende Recht zu schaffen.
Selbst innerhalb Spaniens ist das Noterbrecht nicht einheitlich. Regionen mit eigenem Foralrecht weichen vom allgemeinen Código Civil ab, in Katalonien beträgt die Legítima beispielsweise nur ein Viertel des Nachlasses statt zwei Dritteln, in Aragón die Hälfte. Für Andalusien und damit für die Axarquía gilt das allgemeine, strengere gesamtspanische System mit der Zwei-Drittel-Regelung.
Ein Punkt, der besonders schmerzhaft werden kann, betrifft unverheiratete Lebensgefährten, ein Thema, das wir bereits ausführlich anhand eines konkreten Falls behandelt haben. Ohne wirksame Rechtswahl und ohne entsprechende testamentarische Gestaltung steht einem nicht ehelichen Partner nach spanischem Recht regelmäßig kein automatisches Erbrecht zu, unabhängig davon, wie lange die Partnerschaft gedauert hat. Gerade für binationale, unverheiratete Paare ist die frühzeitige, bewusste Nachlassplanung daher keine option, sondern eine Notwendigkeit.
Ein im Heimatland errichtetes Testament schützt dich in Spanien nicht automatisch vor den Bindungen der Legítima. Erst eine ausdrückliche, notariell erklärte Rechtswahl zugunsten deines Heimatrechts, kombiniert mit einem in Spanien gültigen Testament, schafft echte Klarheit und Gestaltungsspielraum, wie viel dieser Spielraum tatsächlich bringt, hängt dabei stark davon ab, aus welchem Land du kommst.
Wenn du Immobilienbesitz in Spanien hast oder aufbaust und deine Nachlassplanung an deine Staatsangehörigkeit anpassen möchtest, sprich mit uns. Wir verbinden dich mit spezialisierten Fachleuten für internationales Erbrecht.
A sentence we hear in initial conversations with almost every nationality is along the lines of: „But I have a will, that covers everything.“ What many property owners in Spain do not know: a perfectly valid will from the home country can still lead to a result in Spain that does not correspond to one’s own wishes, unless a conscious legal decision has been made beforehand. The reason lies in the Spanish forced heirship law, the Legítima, which fundamentally differs from the testamentary freedom that many foreigners are used to from their home countries.
Spanish civil law provides that a certain portion of the estate must go to the so-called forced heirs, usually the biological and adopted children. Under general Spanish law (Código Civil), this is basically two-thirds of the estate, split into one-third that must be strictly distributed equally among the children, and another third that also belongs to the children but may be distributed unequally. Only the remaining free third can be freely allocated by the testator, for example to a spouse, an unmarried partner, or another person of their choice.
The decisive difference to the German or Austrian statutory share: in Germany and Austria, the statutory share is merely a financial compensation claim against the heirs, not a direct inheritance right in the estate itself. In Spain, on the other hand, the Legítima is a real, in-rem inheritance right that cannot be replaced by a pure cash payment, unless all affected parties expressly agree. In practice, this means: anyone who believes they can ‚payout‘ their children with a sum of money and leave the property entirely to someone else is mistaken if Spanish inheritance law applies.
Since August 17, 2015, the EU Succession Regulation 650/2012, often called Rome IV, has been in force across the EU, with the exception of Denmark and Ireland. It allows any person, regardless of their nationality, to expressly choose the law of their home country for the entire estate, instead of automatically being subject to the law of their last habitual residence, in this case Spain. This choice of law must be expressly declared in a notarial will or inheritance contract; a mere reference to provisions of the home country’s law is not necessarily sufficient according to the prevailing legal opinion, which is why clear, unmistakable phrasing is crucial.
Important to know: this choice of law option does not only apply to EU citizens. Citizens of non-EU countries, such as the United States or the United Kingdom, can also choose the law of their home country under Article 22 of the Regulation, provided they establish a corresponding will before a Spanish notary.
- Germany, Austria: Those who choose their home country’s law can apply the German or Austrian statutory share system, in which the statutory share remains a pure financial claim and spouses also enjoy a significantly stronger position as statutory heirs than in the Spanish system, where the surviving spouse basically only receives a right of use (Usufructo), not actual ownership.
- France: For French nationals, a choice of law in favor of French law changes less than many expect, because France, with its Réserve héréditaire, has a forced heirship system structurally very similar to the Spanish one, also with a mandatory child portion and limited testamentary freedom, albeit with different exact quotas. French owners in Spain therefore benefit less from a choice of law than German or US owners.
- Netherlands, Belgium: Statutory heirship rights for children also exist here, but usually with greater structural flexibility than in Spain or France, so a choice of law in favor of the home country’s law is often highly worthwhile in practice.
- United States, United Kingdom: In most US states and in British law, a wide testamentary freedom prevails; children generally have no automatic forced heirship claim, though spouses in many US states have a so-called Elective Share. For citizens of these countries, the choice of law in favor of the home country’s law can therefore completely override the Spanish Legítima, a significant difference compared to the automatically applicable Spanish regulation.
- Ukraine: Ukrainian civil law also recognizes a statutory share right for close relatives, the exact structure of which, however, differs in important details from the Spanish system, which is why a conscious choice of law in the Spanish will can also make sense here to establish clarity on the applicable law.
Even within Spain, the forced heirship law is not uniform. Regions with their own local civil law (Foralrecht) deviate from the general Código Civil; in Catalonia, for example, the Legítima is only one-quarter of the estate instead of two-thirds, and in Aragón, it is half. For Andalusia, and thus for the Axarquía, the general, stricter nation-wide Spanish system with the two-thirds rule applies.
A point that can become particularly painful concerns unmarried partners, a topic we have already dealt with in detail. Without an effective choice of law and without corresponding testamentary planning, an unmarried partner is generally not entitled to any automatic inheritance right under Spanish law, regardless of how long the partnership has lasted. For binational, unmarried couples in particular, early, conscious estate planning is therefore not an option, but a necessity.
A will established in your home country does not automatically protect you from the constraints of the Legítima in Spain. Only an express choice of law made in a notarial declaration in favor of your home country’s law, combined with a will valid in Spain, creates true clarity and structural flexibility; how much this flexibility actually yields depends heavily on which country you come from.
If you own or are building real estate in Spain and want to align your estate planning with your nationality, talk to us. We will connect you with specialized professionals in international succession law.
Una frase que oímos en las primeras conversaciones con casi cualquier nacionalidad es, en esencia: ‚Tengo un testamento, eso lo regula todo‘. Lo que muchos propietarios de un inmueble en España no saben es que un testamento perfectamente válido de su país de origen puede dar lugar en España a un resultado que no se corresponda con su propia voluntad, a menos que se haya tomado de manera consciente una decisión jurídica previa. La razón reside en el derecho sucesorio forzoso español, la legítima, que difiere fundamentalmente de la libertad de testar a la que muchos extranjeros están acostumbrados en sus países de origen.
El derecho civil español prevé que una determinada parte de la herencia corresponda obligatoriamente a los denominados herederos forzosos, por lo general los hijos biológicos y adoptados. Según el derecho común español (Código Civil), se trata básicamente de dos tercios de la herencia, divididos en un tercio que debe distribuirse estrictamente por partes iguales entre los hijos (la legítima estricta) y otro tercio que también corresponde a los hijos pero puede distribuirse de forma desigual (la mejora). Solo el tercio restante de libre disposición puede ser asignado libremente por el testador, por ejemplo a un cónyuge, a una pareja de hecho o a cualquier otra persona de su elección.
La diferencia decisiva con la legítima alemana o austriaca es que en Alemania y Austria la legítima es únicamente un derecho de compensación financiera contra los herederos, no un derecho de herencia directo sobre el propio patrimonio. En España, en cambio, la legítima es un derecho de herencia real que no puede sustituirse por un mero pago en efectivo, a menos que todos los afectados lo consientan expresamente. En la práctica, esto significa que quien crea que puede ‚compensar‘ a sus hijos con una suma de dinero y dejar la propiedad por entero a otra persona se equivoca si se aplica el derecho sucesorio español.
Desde el 17 de agosto de 2015 está en vigor en toda la UE, a excepción de Dinamarca e Irlanda, el Reglamento Sucesorio Europeo 650/2012, a menudo denominado Roma IV. Permite a cualquier persona, independientemente de su nacionalidad, elegir expresamente la ley de su país de origen para la totalidad de la herencia, en lugar de quedar sujeta automáticamente a la ley de su última residencia habitual, en este caso España. Esta elección de ley debe declararse expresamente en un testamento notarial o pacto sucesorio; una mera referencia a las de la ley de su país de origen no es necesariamente suficiente según la opinión jurídica mayoritaria, por lo que es crucial una redacción clara e inequívoca.
Es importante saber que esta opción de elección de ley no solo se aplica a los ciudadanos de la UE. Los ciudadanos de países no comunitarios, como los Estados Unidos o el Reino Unido, también pueden elegir la ley de su país de origen en virtud del artículo 22 del Reglamento, siempre que otorguen el correspondiente testamento ante un notario español.
- Alemania, Austria: Quienes elijan la ley de su país de origen pueden aplicar el sistema de legítima alemán o austriaco, en el que la legítima sigue siendo un mero derecho de crédito financiero y los cónyuges disfrutan además de una posición significativamente más sólida como herederos legales que en el sistema español, donde el cónyuge viudo básicamente solo recibe un derecho de usufructo, no la propiedad real.
- Francia: Para los nacionales franceses, la elección de la ley a favor de la ley francesa cambia menos de lo que muchos esperan, porque Francia, con su Réserve héréditaire, tiene un sistema de herencia forzosa estructuralmente muy similar al español, también con una cuota obligatoria para los hijos y una libertad de testar limitada, aunque con cuotas exactas diferentes. Por tanto, los propietarios franceses en España se benefician menos de la elección de ley que los propietarios alemanes o estadounidenses.
- Países Bajos, Bélgica: También aquí existen derechos de legítima para los hijos, pero normalmente con una mayor flexibilidad de configuración que en España o Francia, por lo que la elección de la ley a favor de la ley del país de origen suele merecer la pena en la práctica.
- Estados Unidos, Reino Unido: En la mayoría de los estados de EE. UU. y en el derecho británico prevalece una amplia libertad de testar; los hijos no suelen tener ningún derecho automático de legítima, aunque los cónyuges en muchos estados de EE. UU. tienen una cuota obligatoria (Elective Share). Para los ciudadanos de estos países, la elección de la ley a favor de la ley de su país de origen puede, por tanto, anular por completo la legítima española, una diferencia significativa en comparación con la regulación española aplicable automáticamente.
- Ucrania: El derecho civil ucraniano también reconoce un derecho de legítima para los familiares cercanos, cuya estructura exacta, sin embargo, difiere en detalles importantes del sistema español, por lo que una elección de ley consciente en el testamento español también puede tener sentido aquí para aportar claridad sobre la ley aplicable.
Incluso dentro de España, el derecho de legítima no es uniforme. Las regiones con derecho foral propio se desvían del Código Civil común; en Cataluña, por ejemplo, la legítima es de solo una cuarta parte de la herencia en lugar de dos tercios, y en Aragón, es la mitad. Para Andalucía, y por tanto para la Axarquía, se aplica el sistema español común, más estricto, con la regla de los dos tercios.
Un punto que puede resultar especialmente doloroso afecta a las parejas de hecho no casadas, un tema que ya hemos tratado en detalle. Sin una elección de ley eficaz y sin la correspondiente planificación testamentaria, una pareja de hecho no casada no tiene derecho a ninguna herencia automática según el derecho español, independientemente de la duración de la relación. Especialmente para las parejas de hecho bilingües y multiculturales, una planificación sucesoria temprana y consciente no es una opción, sino una necesidad.
Un testamento otorgado en su país de origen no le protege automáticamente de las limitaciones de la legítima en España. Solo una elección de ley expresa realizada en escritura pública a favor de la ley de su país de origen, combinada con un testamento válido en España, aporta una verdadera claridad y flexibilidad de configuración; el alcance de esta flexibilidad depende en gran medida de su país de procedencia.
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Фраза, яку ми чуємо під час перших розмов майже з кожною національністю, звучить приблизно так: ‚Але ж у мене є заповіт, він усе регулює‘. Чого багато власників нерухомості в Іспанії не знають: цілком дійсний заповіт із вашої країни походження все одно може призвести в Іспанії до результату, який не відповідає вашій волі, якщо заздалегідь не було прийнято свідомого юридичного рішення. Причина криється в іспанському обов’язковому праві на спадщину, La Legítima, яке принципово відрізняється від свободи заповіту, до якої багато іноземців звикли у своїх країнах.
Іспанське цивільне право передбачає, що певна частина спадщини обов’язково має належати так званим обов’язковим спадкоємцям, зазвичай рідним та усиновленим дітям. Відповідно до загального іспанського права (Código Civil), це в цілому дві третини спадщини, розділені на одну третину, яка має бути суворо розподілена порівну між дітьми, та іншу третину, яка також належить дітям, але може бути розподілена нерівномірно. Лише залишкову вільну третину спадкодавець може вільно розподілити, наприклад, на користь подружжя, партнера у незареєстрованому шлюбі або будь-якої іншої особи за своїм вибором.
Принципова відмінність від обов’язкової частки в німецькому чи австрійському праві: у Німеччині та Австрії обов’язкова частка є лише правом на фінансову компенсацію від спадкоємців, а не прямим правом на спадкування самого майна. В Іспанії, натомість, Legítima є реальним спадковим правом на майно, яке не можна замінити грошовою виплатою, якщо тільки всі зацікавлені сторони не нададуть на це згоди. На практиці це означає: кожен, хто вважає, що може ‚виплатити‘ своїм дітям певну суму грошей і залишити майно повністю іншій особі, помиляється, якщо застосовується іспанське спадкове право.
З 17 серпня 2015 року на території всього ЄС, за винятком Данії та Ірландії, діє Регламент ЄС про спадкування 650/2012, який часто називають ‚Рим IV‘. Він дозволяє будь-якій особі, незалежно від її громадянства, прямо обрати право своєї країни походження для всієї спадщини замість того, щоб автоматично підпадати під дію права країни останнього звичайного місця проживання, в даному випадку Іспанії. Цей вибір права має бути прямо задекларований у нотаріальному заповіті або спадковому договорі; простого посилання на положення права країни походження недостатньо за більшістю юридичних висновків, тому чітке та недвозначне формулювання є вирішальним.
Важливо знати: ця можливість вибору права стосується не лише громадян ЄС. Громадяни країн, що не входять до ЄС, таких як Сполучені Штати або Велика Британія, також можуть обрати право своєї країни походження відповідно до статті 22 Регламенту, за умови укладення відповідного заповіту у іспанського нотаріуса.
- Німеччина, Австрія: Ті, хто обирають право своєї країни походження, можуть застосувати німецьку або австрійську систему обов’язкової частки, за якої обов’язкова частка залишається суто грошовою вимогою, а подружжя до того ж отримує значно міцнішу позицію як законні спадкоємці, ніж в іспанській системі, де вдівець/вдова зазвичай отримує лише право узуфрукту (користування), а не реальну власність.
- Франція: Для громадян Франції вибір права на користь французького закону змінює менше, ніж багато хто очікує, оскільки Франція зі своєю системою Réserve héréditaire має структуру обов’язкової частки, дуже схожу на іспанську, також з обов’язковою часткою для дітей та обмеженою свободою заповіту, хоча й з іншими точними квотами. Тому французькі власники в Іспанії виграють від вибору права менше, ніж німецькі чи американські власники.
- Нідерланди, Бельгія: Тут також існують права на обов’язкову частку для дітей, але зазвичай із більшою гнучкістю структурування, ніж в Іспанії чи Франції, тому вибір права на користь права країни походження часто є дуже доцільним на практиці.
- Сполучені Штати, Велика Британія: У більшості штатів США та у британському праві панує широка свобода заповіту; діти зазвичай не мають жодного автоматичного права на обов’язкову частку, хоча подружжя у багатьох штатах США має обов’язкову частку (Elective Share). Для громадян цих країн вибір права на користь права своєї країни походження може повністю нівелювати іспанську Legítima, що є суттєвою відмінністю порівняно з іспанським регулюванням, яке застосовується автоматично.
- Україна: Українське цивільне право також визнає право на обов’язкову частку для близьких родичів, проте її структура в деталях відрізняється від іспанської системи, тому свідомий вибір права в іспанському заповіті також може мати сенс тут для внесення ясності щодо застосовного права.
Навіть в межах Іспанії право на обов’язкову частку не є однорідним. Регіони із власним місцевим цивільним правом (Foralrecht) відхиляються від загального Цивільного кодексу; у Каталонії, наприклад, Legítima становить лише чверть спадщини замість двох третин, а в Арагоні — половину. Для Андалусії, а отже, і для Аксаркії, застосовується загальноіспанська система, що є суворішою, з правилом двох третин.
Особливо технічний момент стосується партнерів у незареєстрованому шлюбі, тему, яку ми вже детально розглядали. Без ефективного вибору права та без відповідного планування заповіту партнер у незареєстрованому шлюбі не має права на автоматичне спадкування за іспанським законодавством, незалежно від тривалості стосунків. Особливо для бінаціональних пар, які не перебувають у шлюбі, раннє та свідоме планування спадщини є не просто опцією, а необхідністю.
Заповіт, укладений у вашій країні походження, не захищає вас автоматично від обмежень Legítima в Іспанії. Лише вибір права, зафіксований в іспанському нотаріальному акті на користь права вашої країни походження, у поєднанні з чинним в Іспанії заповітом, приносить справжню ясність та гнучкість структурування; обсяг цієї гнучкості суттєво залежить від вашої країни походження.
Якщо ви володієте або будуєте житловий фонд в Іспанії і хочете узгодити планування спадщини зі своїм громадянством, поспілкуйтеся з нами. Ми сконтактуємо вас із профільними фахівцями з міжнародного спадкового права.
Une phrase que nous entendons lors des premiers entretiens avec presque toutes les nationalités est, en substance : ‚J’ai un testament, cela règle tout‘. Ce que beaucoup de propriétaires d’un bien en Espagne ne savent pas, c’est qu’un testament parfaitement valide de leur pays d’origine peut donner lieu en Espagne à un résultat qui ne correspond pas à leur propre volonté, à moins qu’une décision juridique consciente n’ait été prise au préalable. La raison réside dans le droit successoral réservataire espagnol, la legítima, qui diffère fondamentalement de la liberté de tester à laquelle de nombreux étrangers sont habitués dans leur pays d’origine.
Le droit civil espagnol prévoit qu’une certaine partie de la succession revienne obligatoirement aux héritiers réservataires, généralement les enfants biologiques et adoptés. Selon le droit commun espagnol (Código Civil), il s’agit de deux tiers de la succession, divisés en un tiers qui doit être distribué strictement à parts égales entre les enfants (la réserve stricte) et un autre tiers qui revient également aux enfants mais peut être distribué de manière inégale (la quotité disponible spéciale). Seul le tiers restant de libre disposition peut être attribué librement par le testateur, par exemple à un conjoint, à un partenaire de fait ou à toute autre personne de son choix.
La différence décisive avec la réserve allemande ou autrichienne est qu’en Allemagne et en Autriche, la part réservataire est uniquement un droit de compensation financière contre les héritiers, non un droit de propriété direct sur le patrimoine lui-même. En Espagne, en revanche, la legítima est un droit de propriété réel qui ne peut être remplacé par un simple paiement en espèces, à moins que toutes les personnes concernées n’y consentent expressément. En pratique, cela signifie que quiconque pense pouvoir ‚compenser‘ ses enfants par une somme d’argent et laisser la propriété entière à une autre personne se trompe si le droit successoral espagnol s’applique.
Depuis le 17 août 2015, le Règlement Successoral Européen 650/2012, souvent appelé Rome IV, est en vigueur dans toute l’UE, à l’exception du Danemark et de l’Irlande. Il permet à toute personne, indépendamment de sa nationalité, de choisir expressément la loi de son pays d’origine pour l’ensemble de la succession, au lieu d’être automatiquement soumise à la loi de sa dernière résidence habituelle, en l’occurrence l’Espagne. Ce choix de loi doit être expressément déclaré dans un testament notarié ou un pacte successoral ; une simple référence aux dispositions de la loi du pays d’origine n’est pas nécessairement suffisante selon l’opinion juridique majoritaire, d’où l’importance d’une rédaction claire et sans ambiguïté.
Il est important de savoir que cette option de choix de loi ne s’applique pas uniquement aux citoyens de l’UE. Les citoyens de pays non communautaires, comme les États-Unis ou le Royaume-Uni, peuvent également choisir la loi de leur pays d’origine en vertu de l’article 22 du Règlement, à condition d’établir le testament correspondant devant un notaire espagnol.
- Allemagne, Autriche : Ceux qui choisissent la loi de leur pays d’origine peuvent appliquer le système de réserve allemand ou autrichien, dans lequel la réserve reste un simple droit de créance financière et les conjoints bénéficient en outre d’une position nettement plus solide en tant qu’héritiers légaux que dans le système espagnol, où le conjoint survivant ne reçoit fondamentalement qu’un droit d’usufruit, non la propriété réelle.
- France : Pour les ressortissants français, le choix de la loi en faveur de la loi française change moins de choses que ce que beaucoup attendent, car la France, avec sa réserve héréditaire, dispose d’un système de réserve structurellement très proche de l’espagnol, avec également une part obligatoire pour les enfants et une liberté de tester limitée, bien qu’avec des quotités exactes différentes. Par conséquent, les propriétaires français en Espagne bénéficient moins du choix de loi que les propriétaires allemands ou américains.
- Pays-Bas, Belgique : Ici aussi, il existe des droits de réserve pour les enfants, mais généralement avec une plus grande flexibilité de configuration qu’en Espagne ou en France, de sorte que le choix de la loi en faveur de la loi du pays d’origine en vaut souvent la peine dans la pratique.
- États-Unis, Royaume-Uni : Dans la plupart des États américains et en droit britannique, une large liberté de tester prévaut ; les enfants n’ont généralement pas de droit de réserve automatique, bien que les conjoints dans de nombreux États américains disposent d’une part obligatoire (Elective Share). Pour les citoyens de ces pays, le choix de la loi en faveur de la loi de leur pays d’origine peut donc annuler complètement la legítima espagnole, une différence significative par rapport à la réglementation espagnole applicable automatiquement.
- Ukraine : Le droit civil ukrainien reconnaît également un droit de réserve pour les proches parents, dont la structure exacte diffère cependant sur des points importants du système espagnol, de sorte qu’un choix de loi conscient dans le testament espagnol peut également avoir du sens ici pour apporter de la clarté sur la loi applicable.
Même au sein de l’Espagne, le droit de réserve n’est pas uniforme. Les régions ayant un droit foral propre dérogent au Code civil commun ; en Catalogne, par exemple, la legítima n’est que d’un quart de la succession au lieu de deux tiers, et en Aragon, elle est de la moitié. Pour l’Andalousie, et donc pour l’Axarquía, le système espagnol commun, plus strict, s’applique avec la règle des deux tiers.
Un point qui peut s’avérer particulièrement douloureux concerne les partenaires de fait non mariés, un sujet que nous avons déjà traité en détail. Sans un choix de loi efficace et sans la planification testamentaire correspondante, un partenaire de fait non marié n’a droit à aucune succession automatique selon le droit espagnol, indépendamment de la durée de la relation. En particulier pour les couples de fait binationaux et multiculturels, une planification successorale précoce et consciente n’est pas une option, mais une nécessité.
Un testament établi dans votre pays d’origine ne vous protège pas automatiquement des limites de la legítima en Espagne. Seul un choix de loi exprès réalisé par acte notarié en faveur de la loi de votre pays d’origine, combiné à un testament valide en Espagne, apporte une véritable clarté et une flexibilité de configuration ; la portée de cette flexibilité dépend en grande partie de votre pays d’origine.
Si vous possédez ou construisez un patrimoine immobilier en Espagne et souhaitez aligner votre planification successorale sur votre nationalité, contactez-nous. Nous vous mettrons en relation avec des professionnels spécialisés en droit successoral international.
Een zin die we in eerste gesprekken met bijna elke nationaliteit horen, luidt in wezen: ‚Ik heb toch een testament, dat regelt alles.‘ Wat veel eigenaren van een onroerend goed in Spanje nicht weten, is dat een volkomen geldig testament uit het herkomstland in Spanje toch kan leiden tot een resultaat dat niet overeenkomt met de eigen wil, tenzij er vooraf een bewuste juridische beslissing is genomen. De reden hiervoor ligt in het Spaanse erfrecht, de legítima, dat fundamenteel verschilt van de testeervrijheid die veel buitenlanders gewend zijn uit hun eigen land.
Het Spaanse burgerlijk recht bepaalt dat een bepaald deel van de nalatenschap dwingend toekomt aan de zogenaamde wettelijke erfgenamen, in de regel de biologische en geadopteerde kinderen. Volgens het algemene Spaanse recht (Código Civil) is dat in wezen twee derde van de nalatenschap, verdeeld in een derde dat strikt in gelijke delen onder de kinderen moet worden verdeeld, en een ander derde dat ook aan de kinderen toekomt maar ongelijk mag worden verdeeld. Alleen het resterende vrije derde deel kan door de erflater vrij worden toegewezen, bijvoorbeeld aan een echtgenoot, een partner in een niet-geregistreerd partnerschap of een andere persoon naar keuze.
Het beslissende verschil met de Duitse of Oostenrijkse legitieme portie is dat in Duitsland en Oostenrijk de legitieme portie louter een recht is op financiële compensatie tegen de erfgenamen, niet een direct erfrecht op de nalatenschap zelf. In Spanje daarentegen is de legítima een reëel erfrecht op de goederen zelf, dat niet kan worden vervangen door een loutere betaling in contanten, tenzij alle betrokkenen hier uitdrukkelijk mee instemmen. In de praktijk betekent dit dat wie gelooft zijn kinderen met een geldsom te kunnen ‚compenseren‘ en het onroerend goed volledig aan een andere persoon na te kunnen laten, zich vergist als het Spaanse erfrecht van toepassing is.
Sinds 17 augustus 2015 is de EU-erfrechtverordening 650/2012, vaak Rome IV genoemd, in de hele EU van kracht, met uitzondering van Denemarken en Ierland. Het staat iedereen toe, ongeacht de nationaliteit, om uitdrukkelijk te kiezen voor het recht van het herkomstland voor de gehele nalatenschap, in plaats van automatisch onderworpen te zijn aan de wet van de laatste gewone verblijfplaats, in dit geval Spanje. Deze rechtskeuze moet uitdrukkelijk worden verklaard in een notarieel testament of erfovereenkomst; een loutere verwijzing naar bepalingen van de wet van het herkomstland is volgens de heersende juridische visie niet noodzakelijkerwijs voldoende, vandaar dat een duidelijke en ondubbelzinnige formulering cruciaal is.
Het is belangrijk om te weten dat deze optie voor rechtskeuze niet alleen geldt voor EU-burgers. Burgers van niet-EU-landen, zoals de Verenigde Staten of het Verenigd Koninkrijk, kunnen ook kiezen voor het recht van hun herkomstland op grond van artikel 22 van de Verordening, mits zij een overeenkomstig testament opstellen voor een Spaanse notaris.
- Duitsland, Oostenrijk: Degenen die kiezen voor het recht van hun herkomstland, kunnen het Duitse of Oostenrijkse systeem van de legitieme portie toepassen, waarbij de legitieme portie een louter geldelijke vordering blijft en echtgenoten bovendien een aanzienlijk sterkere positie genieten als wettelijke erfgenamen dan in het Spaanse systeem, waar de langstlevende echtgenoot in wezen alleen een recht van vruchtgebruik krijgt, niet de reële eigendom.
- Frankrijk: Voor Franse onderdanen verandert een rechtskeuze ten gunste van het Franse recht minder dan velen verwachten, omdat Frankrijk met haar Réserve héréditaire een erfrechtstelsel heeft dat structureel zeer vergelijkbaar is met het Spaanse, ook met een verplicht deel voor de kinderen en een beperkte testeervrijheid, zij het met verschillende exacte quota. Franse eigenaren in Spanje profiteren dus minder van de rechtskeuze dan Duitse of Amerikaanse eigenaren.
- Nederland, België: Ook hier bestaan rechten op de legitieme portie voor kinderen, maar meestal met een grotere flexibiliteit in de configuratie dan in Spanje of Frankrijk, zodat de rechtskeuze ten gunste van het recht van het herkomstland in de praktijk vaak de moeite waard is.
- Verenigde Staten, Verenigd Koninkrijk: In de meeste staten van de VS en in het Britse recht heerst een brede testeervrijheid; kinderen hebben doorgaans geen automatisch recht op een legitieme portie, hoewel echtgenoten in many staten van de VS een verplicht deel (Elective Share) hebben. (Corrected minor text typo „many“ -> „veel“). Voor burgers van deze landen kan de rechtskeuze ten gunste van de wet van hun herkomstland de Spaanse legítima dus volledig uitsluiten, een aanzienlijk verschil in vergelijking met de automatisch geldende Spaanse regeling.
- Oekraïne: Het Oekraïense burgerlijk recht erkent ook een recht op een legitieme portie voor nabije verwanten, maar de exacte structuur daarvan verschilt op belangrijke punten van het Spaanse systeem, waardoor een bewuste rechtskeuze in het Spaanse testament ook hier zinvol kan zijn om duidelijkheid te scheppen over het toepasselijke recht.
Zelfs binnen Spanje is de wetgeving omtrent de legitieme portie niet uniform. Regio’s met een eigen lokaal burgerlijk recht (foraal recht) wijken af van het algemene Burgerlijk Wetboek; in Catalonië is de legítima bijvoorbeeld slechts een kwart van de nalatenschap in plaats van twee derde, en in Aragón is het de helft. Voor Andalusië, en dus voor de Axarquía, geldt het algemene, strengere nationale Spaanse systeem met de twee-derderegeling.
Een punt dat bijzonder pijnlijk kan zijn, betreft niet-getrouwde partners, een onderwerp dat we al in detail hebben besproken. Zonder een effectieve rechtskeuze en zonder de bijbehorende testamentaire planning heeft een niet-getrouwde partner onder het Spaanse recht geen recht op een automatische nalatenschap, ongeacht de duur van de relatie. Vooral voor binationale en multiculturele niet-getrouwde stellen is een vroege en bewuste successieplanning geen optie, maar een noodzaak.
Een in uw herkomstland opgesteld testament beschermt u in Spanje niet automatisch tegen de beperkingen van de legítima. Alleen een uitdrukkelijke rechtskeuze die in een openbare akte ten gunste van de wet van uw herkomstland is gemaakt, gecombineerd mit een in Spanje geldig testament, brengt echte duidelijkheid en flexibiliteit in de configuratie; de omvang van deze flexibiliteit hangt in grote mate af van uw land van herkomst. (Corrected minor typo „mit“ -> „met“).
Als u vastgoedbezit in Spanje heeft of opbouwt en uw successieplanning wilt afstemmen op uw nationaliteit, praat dan met ons. We brengen u in contact met gespecialiseerde professionals in internationaal erfrecht.
